Google Ads für lokale Betriebe: die Einstellungen, die Budget sparen
Stand: 16. September 2026
Bei Suchanzeigen sucht der Kunde selbst: „Dachdecker Nürnberg“, „Photovoltaik Angebot“. Das macht Google Ads für lokale Betriebe so wertvoll. Und es macht teuer, was an den Standardeinstellungen nicht passt — jeder unpassende Klick wird bezahlt.
Standort: Präsenz statt Interesse
Google zeigt Anzeigen standardmäßig Menschen, die sich im Zielgebiet befinden, regelmäßig dort sind oder Interesse daran gezeigt haben. Damit kann eine Anzeige auch Menschen weit außerhalb erreichen, die bloß nach dem Ort gesucht haben. Für einen Betrieb, der nur vor Ort arbeitet, ist die Option „Präsenz“ die richtige: Menschen, die sich im Zielgebiet befinden oder regelmäßig dort sind. Sie steht in den Kampagneneinstellungen unter den Standortoptionen.
Keyword-Optionen: passende Wortgruppe statt weitgehend passend
Ein Keyword mit der Option „Weitgehend passend“ erlaubt Google, die Anzeige auch bei verwandten Suchanfragen zu zeigen — aus „Dachsanierung“ werden dann schnell Suchen nach Dachfenstern oder nach dem Gehalt eines Dachdeckers. Die „Passende Wortgruppe“ zeigt die Anzeige nur bei Suchanfragen, die die Bedeutung des Keywords enthalten. Für kleine Budgets ist sie der bessere Start; weitgehend passende Keywords lohnen sich eher, wenn genug Conversion-Daten vorhanden sind.
Auszuschließende Keywords von Anfang an
Manche Suchanfragen passen nie, egal wie gut das Keyword ist. Eine Ausschlussliste gehört deshalb in jede Kampagne, bevor der erste Euro ausgegeben ist:
- „selber“, „selbst“, „Anleitung“ — wer es selbst machen will, beauftragt niemanden.
- „Job“, „Gehalt“, „Ausbildung“ — wer einen Arbeitsplatz sucht, ist kein Kunde.
- „gebraucht“, „kostenlos“, „Muster“ — je nach Branche.
- Namen von Wettbewerbern, wenn du nicht bewusst auf sie bieten willst.
Danach lohnt sich ein regelmäßiger Blick in den Bericht zu den Suchbegriffen. Dort steht, bei welchen Anfragen die Anzeigen tatsächlich erschienen sind — und was auf die Ausschlussliste gehört.
Responsive Suchanzeigen richtig füttern
Eine responsive Suchanzeige besteht aus bis zu 15 Anzeigentiteln mit je höchstens 30 Zeichen und bis zu 4 Beschreibungen mit je höchstens 90 Zeichen, die Google selbst kombiniert. Je unterschiedlicher die Titel, desto mehr kann das System testen — fünfmal derselbe Satz mit anderen Worten bringt nichts. Einen Titel an eine feste Position zu heften, kann sinnvoll sein, etwa für einen Pflichthinweis, schränkt aber die Kombinationen ein.
Wie die Neukundenmaschine Kampagnen anlegt
Die Neukundenmaschine legt Google-Kampagnen mit passenden Wortgruppen und einer Ausschlussliste an und beurteilt die tatsächlichen Suchbegriffe gegen diese Liste. Neue Kampagnen entstehen pausiert, damit vor dem ersten bezahlten Klick noch jemand draufschaut.
→ Welches Keyword bezahlte Aufträge bringt
Tannhoff