Tannhoff

Werbeerfolg messen: Kosten pro Auftrag statt Kosten pro Lead

Stand: 16. September 2026

Die meisten Werbeberichte enden beim Lead: so viele Anfragen, so viel Geld je Anfrage. Für den Betrieb, der die Anzeigen bezahlt, ist das die falsche Stelle zum Aufhören. Ihn interessiert nicht, wie viele Menschen ein Formular ausgefüllt haben, sondern wie viele davon Kunden wurden — und was sie gezahlt haben.

Warum der günstigste Lead täuscht

Eine Anzeige, die Anfragen für wenig Geld bringt, sieht im Werbekonto wie die beste aus. Oft bringt sie genau die Anfragen, aus denen nie ein Termin wird: Neugierige, Preisvergleicher, die falsche Region. Eine zweite Anzeige mit doppelt so teuren Leads kann trotzdem die sein, die die Aufträge bringt. Wer nach Kosten pro Lead aussiebt, schaltet ausgerechnet sie ab.

Die Kette, die du brauchst

  • Jede Anzeige hängt ihre Kennung an den Link — über Parameter in der Adresse, die beide Plattformen dafür vorsehen.
  • Der Funnel liest diese Kennung beim Absenden aus und speichert sie am Lead.
  • Im CRM wandert der Lead durch seine Stufen, bis zum bezahlten Auftrag samt Betrag.
  • Am Ende lässt sich jeder Euro Umsatz einer Anzeige, einem Keyword und einer Kampagne zuordnen.

Entscheidend ist der zweite Schritt: Die Zuordnung muss beim Eingang der Anfrage passieren. Wird eine Anzeige später gelöscht oder umgebaut, lässt sich ein Lead nachträglich nicht mehr sauber zuordnen.

ROAS: was die Zahl sagt

ROAS steht für Return on Ad Spend: Umsatz aus Anzeigen geteilt durch die Werbeausgaben. Ein ROAS von 3 heißt, dass aus einem Euro Werbung drei Euro Umsatz wurden. Für einen Betrieb zählt dabei der Umsatz aus bezahlten Aufträgen, nicht ein Wert, den eine Plattform aus Klicks oder Leads hochrechnet. Und Umsatz ist nicht Gewinn: Wie hoch ein ROAS sein muss, hängt von der Marge ab.

Die ehrliche Grenze

Nicht jede Zahl lässt sich sauber auf eine einzelne Anzeige herunterbrechen. Die Ausgaben je Anzeige kennt nur die Plattform, und ein Auftrag, der erst Wochen nach der Anfrage bezahlt wird, taucht in einer jungen Kampagne noch gar nicht auf. Ein Bericht, der in solchen Fällen „0 €“ zeigt, sieht aus wie ein Urteil über die Anzeige und ist meistens eines über ihr Alter.

→ Warum junge Kampagnen noch nichts entscheiden

Die Geldkette in der Neukundenmaschine

Genau dafür ist die Neukundenmaschine gebaut: Anzeige, Funnel, Lead und bezahlter Auftrag liegen in einem Werkzeug. Beide Plattformen hängen ihre Kennung an, der Lead wird beim Eingang zugeordnet, und sobald ein Auftrag als bezahlt markiert ist, steht sein Betrag bei der Anzeige und beim Keyword, die ihn gebracht haben.

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